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Welchen Einfluß hat die Temperatur?

Haftklebstoffe sind thermoplastische Werkstoffe, d.h. in der Wärme sind sie weich oder sogar fließfähig und in der Kälte hornartig und spröde. Der Übergang von weich zu spröde bei sinkender Temperatur verläuft nicht kontinuierlich, sondern vollzieht sich in einem verhältnismäßig kleinen Temperaturintervall, der sogenannten "Glastemperatur". Jeder Haftklebstoff hat seine ihn charakterisierende Glastemperatur, die durch Veränderungen der stofflichen Zusammensetzung des Klebstoffs auch verändert werden kann.
Haftklebstoffe können nur kleben, wenn sie wärmer als ihre Glastemperatur sind. Man wird aber die Glastemperatur im Vergleich zur Anwendungstemperatur nicht zu tief legen, weil sonst der Klebstoff bei höheren Temperaturen zu weich werden würde. Die Klebstoffauswahl bedingt also die genaue Kenntnis des zu erwartenden Temperaturumfeldes.
Etiketten, die für normale Umgebungstemperaturen ausgelegt sind, haften nicht auf kalten Oberflächen. Müssen kalte Oberflächen etikettiert werden, müssen speziell darauf ausgelegte Haftklebstoffe mit entsprechend niedriger Glastemperatur verwendet werden. Die Glastemperatur kann so niedrig eingestellt werden, dass das Etikettieren von Tiefkühlpackungen kein Problem ist. Aber Vorsicht: In der Wärme werden diese Spezialklebstoffe sehr weich und neigen dann mehr oder weniger stark zum Kriechen.

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