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Haftetiketten von Mayer
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Richtlinien und Hinweise für die richtige Anlieferung und Lagerung von Etiketten und Haftverbundmaterialien

Etiketten sind technische Artikel, die genau an ihre bestimmungsmäßen Aufgaben angepasst werden. Die mangelnde Anpassung an die Anforderungen ist oft die Folge falscher oder ungeeigneter Lagerung der Materialien und der falschen oder ungeeigneten Verpackung der Fertigwaren bzw. deren Verwahrung bis zum Verbrauch. Damit Ihnen diese Fehler nicht unterlaufen, haben wir hier wichtige Hinweise und Richtlinien zur Anlieferung und Lagerung von Etiketten in Form von Bogenware und in Form von Rollenware zusammengestellt.

1. Bogenware

Anlieferung

- Haftverbundbogen müssen riesweise oder auf andere Weise angemessen
verpackt und auf einer völlig ebenen Unterlage - vorzugsweise Paletten -
angeliefert werden.
- Die Verpackung darf keine Beschädigung aufweisen.
- Die Verpackung muß sicherstellen, daß die Bogenware zuverlässig vor
Klimaeinflüssen insbesondere vor Schwankungen der Luftfeuchtigkeit -
geschützt ist.

Anmerkung: üblich sind Riesverpackungen aus einem speziellen wasserdampfdicht ausgerüsteten Rieseinschlagpapier. Verpackungen aus Schrumpffolie oder Stretchfolie erfüllen den gleichen Zweck.

Lagerung

- Die Riese müssen in der Originalverpackung gelagert werden.
- Das Lager soll kühl und trocken sein (Richtwerte: 18 'C und 50 % relative
Luftfeuchtigkeit). In der unmittelbaren Nachbarschaft des Palettenstellplatzes
dürfen keine Wärmequellen (z.B. Heizkörper) sein.
- Die Bogen dürfen geriest oder ungeriest auf der Palette nicht zu hoch
gestapelt werden (Richtwert: Stapelhöhe < 0,5 m).
- Paletten mit Bogenware dürfen nicht aufeinander gestellt werden.

Anmerkung: Wärme und Druckbelastung können Kriechen des Haftklebstoffs und unerwünschte Klebstoffaustritte an den Bogenkanten hervorrufen, die ihrerseits Probleme bei der Verarbeitung der Bogen verursachen können.

Entnahme aus dem Lager

- Die Originalverpackung darf nach der Entnahme aus dem Lager und dem
Verbringen in den Drucksaal erst geöffnet werden, wenn sich die
Temperatur der Bogenware vollständig an die Temperatur im Drucksaal
angeglichen hat.
- Die Wartezeit bis zum vollständigen Temperaturausgleich kann je nach
Größe der Verpackungseinheit und je nach Temperaturdifferenz zwischen
Lager und Drucksaal einige Stunden bis Tage in Anspruch nehmen.
Deshalb: rechtzeitig disponieren!

Anmerkung: Niemals ein kaltes Ries in warmer Umgebung oder ein warmes Ries in kalter Umgebung öffnen. Bei der Verletzung dieser Regel kann es zu spontaner Wasserkondensation auf den Haftverbundbogen oder zu spontaner Wasserabgabe aus den Haftverbundbogen kommen. In beiden Fällen sind Planlageabweichungen durch Rollen und Welligwerden und entsprechende Verarbeitungsschwierigkeiten die mögliche Folge.

Behandlung der Fertigware

- Die Fertigware ebenfalls klimageschützt und geschützt vor mechanischen
Beanspruchungen verpacken.
- Auch für die Fertigware gelten die o.a. Richtlinien bezüglich der
Lagerentnahme.


2. Rollenware

Anlieferung

- Haftverbundrollen müssen sorgfältig verpackt auf einer völlig ebenen
Unterlage - vorzugsweise Paletten - angeliefert werden.
- Die Rollen müssen auf der Stirnseite liegen. Werden mehrere Rollen
übereinandergelegt, darf die oben liegende Rolle höchstens den
Durchmesser der darunter liegenden Rolle haben.
- Die Verpackung darf keine Beschädigung aufweisen.
- Die Verpackung muß sicherstellen, daß die Rollen zuverlässig vor
Klimaeinflüssen - insbesondere vor Schwankungen der Luftfeuchtigkeit -
geschützt ist.

Anmerkung: üblich sind Rollenverpackungen aus Schrumpffolie oder Stretchfolie.

Lagerung

- Die Rollen müssen in der Originalverpackung gelagert werden.
- Das Lager soll kühl und trocken sein (Richtwerte: 18 'C und 50 % relative
Luftfeuchtigkeit).
- In der unmittelbaren Nachbarschaft des Palettenstellplatzes dürfen keine
Wärmequellen (z.B. Heizkörper) sein.
- Die Rollen dürfen auf der Palette nicht zu hoch gestapelt werden.
- Paletten sollen nicht unmittelbar aufeinander gestellt werden.

Anmerkung: Wärme und Druckbelastung können Kriechen des Haftklebstoffs und unerwünschte Klebstoffaustritte an den Stirnseiten der Rollen hervorrufen, die ihrerseits Probleme bei der Verarbeitung verursachen können. Druckbelastungen können Deformationen der Stirnseiten bewirken.

Entnahme aus dem Lager

- Die Originalverpackung darf nach der Entnahme aus dem Lager und dem
Verbringen in den Drucksaal erst geöffnet werden, wenn sich die
Temperatur der Rollen vollständig an die Temperatur im Drucksaal
angeglichen hat.
- Die Wartezeit bis zum vollständigen Temperaturausgleich kann je nach
Größe der Verpackungseinheit und je nach Temperaturdifferenz zwischen
Lager und Drucksaal einige Stunden bis Tage in Anspruch nehmen.
Deshalb: rechtzeitig disponieren!

Anmerkung: Niemals kalte Rollen in warmer Umgebung oder warme Rollen in kalter Umgebung öffnen. Bei der Verletzung dieser Regel kann es zu spontaner Wasserkondensation auf den Rollen oder zu spontaner Wasserabgabe aus den Rollen kommen. in beiden Fällen sind Planlageabweichungen durch Rollen und Welligwerden sowie entsprechende Verarbeitungsschwierigkeiten die mögliche Folge.

Behandlung der Fertigware

- Die Fertigware ebenfalls klimageschützt und geschützt vor mechanischen
Beanspruchungen verpacken.
- Auch für die Fertigware gelten die o.a. Richtlinien bezüglich der
Lagerentnahme.


Richtlinien und Hinweise für das richtige Verarbeiten von Selbstklebeetiketten in Spendegeräten

Die folgenden Richtlinien und Hinweise sollen auf Gefahrenpunkte hinweisen, die bei der nicht korrekten Abstimmung von Etiketten und Spendemaschinen entstehen können. Sie sind eine Leitlinie, die sicherstellt, dass keine Anforderung und keine problematische Randbedingung vergessen werden.

Grundanforderungen

Eine Spendeanlage ist sorgfältig auszuwählen im Hinblick auf die
- notwendige Spendegeschwindigkeit,
- Spendegenauigkeit und
- Erfordernisse wie Eindruckmöglichkeit, explosionsgeschützte Ausführung, Integrierbarkeit in Fertigungsstraßen und Abpackanlagen.

Das Selbstklebeetikett aus Obermaterial, Klebstoff und Trennpapier muss auf die konstruktiven Merkmale der jeweiligen Spendeanlage abgestimmt werden. Etikett und Spendemaschine bilden zusammen ein System.

Wichtige konstruktive Merkmale der Spendemaschine sind die Form der Spendekante (Krümmungsradius), die exakte Rechtwinkligkeit zur Bahnführung und ihre Freiheit von Graten oder sonstigen Fehlern. An der Spendekante findet der Prozess des Ablösens der Etiketten vom Trennpapier statt. Dieser Vorgang wird durch folgende Merkmale bestimmt:
- Biegesteifigkeit des Etiketts,
- Trennkraft (release force) zwischen Haftklebstoff und Trennpapier und
- Krümmungsradius der Spendekante.

Hohe Trennkräfte, geringe Biegesteifigkeit des Etiketts und großer Krümmungsradius der Spendekante können dazu führen, dass sich das Etikett nicht an der Spendekante löst, sondern auf dem Trennpapier verbleibt. Eine Fehletikettierung ist die Folge. Die Trennkräfte dürfen aber auch nicht zu gering sein, damit die Etiketten nicht vorzeitig, beispielsweise an Umlenkrollen unkontrolliert abgespendet werden.

Spendegenauigkeit

Die Spendegenauigkeit hängt von der Bauart des Etikettenspenders ab. Sie wird erhöht, wenn der Spendeprozess nicht direkt auf das zu etikettierende Gut geschieht, sondern eine Aufnahme dazwischen geschaltet ist, die für die exakte Ausrichtung des Etiketts sorgt. Damit sind alle Lagefehler ausgeglichen, die das Etikett bereits auf dem Trennmaterial hatte oder die durch den Spendeprozess entstanden sind.

Spendegeschwindigkeit

Im Vergleich zum Etikettieren von Hand (manuelle Abnahme der Etiketten vom Trennpapier und manuelles Aufkleben auf den zu etikettierenden Gegenstand), kann bereits schon ein Handspendegerät mit eingelegter Etikettenrolle eine erhebliche Verbesserung der Spendegeschwindigkeit bringen.

Bei einem halbautomatischen Spendegerät erfolgt nach der Abnahme eines Etiketts die Bereitstellung des nächsten Etikettes automatisch durch den motorischen Vorzug des Trennpapiers. Der Aufklebvorgang ist aber manuell.
Bei einem vollautomatischen Spendegerät wird das Etikett auch noch selbsttätig an dem zu etikettierenden Gegenstand aufgebracht. Die Geschwindigkeit dieser Geräte kann mit folgenden Maßnahmen weiter gesteigert werden:
- mehrfache Spendeköpfe und/oder
- bewegte Spendekante (Bewegungsgeschwindigkeit der Spendekante addiert sich zur Vorschubgeschwindigkeit des Trennpapiers).

Spendekante

Um die Spendekante wird das Trägerpapier mehr oder weniger scharf herumgezogen. Der Krümmungsradius der Spendekante ist entscheidend für das Abspenden des Selbstklebeetiketts. Die Spendekante muss glatt, sauber und gratfrei sein: Sie darf keinesfalls verkantet sein, sondern muss exakt im rechten Winkel stehen.
Die Reibung zwischen Spendekante und Rückseite des Trennpapiers darf nicht zu hoch sein, damit moderate Bahnspannungen ausreichen, das Trennpapier über die Spendekante zu ziehen.

Lageerkennung

Erfolgt die Lageerkennung der Etiketten auf dem Trennpapier durch Abtasten mittels Mikroschalter, müssen diese sorgfältig einjustiert sein, damit die geringe Höhendifferenz zwischen Etikett und Trennpapier für eine sichere Schaltung ausreicht. Der Mikroschalter muss stets sauber gehalten werden.

Erfolgt die Lageerkennung mittels Lichtschranke, muss das Trennpapier eine ausreichende Transparenz aufweisen. Insbesondere bei Lichtschranken, die im nicht sichtbaren Spektralbereich arbeiten, muss die Transparenz des Trennpapiers auf den Arbeitsbereich der Lichtschranke abgestimmt sein. Die Staubfreiheit der optischen Bauelemente ist Voraussetzung für einen störungsfreien Lauf.

Falzperforationen

Werden zickzack-gefalzte (leporello gefalzte) Etiketten - z.B. Computer-Etiketten - in Spendemaschinen verarbeitet, müssen besondere Anforderungen an die Falzperforationen gestellt werden:
- Die Falzperforation darf die Festigkeit des Trennpapiers nicht so stark
schwächen, (da es beim Ziehen über die Spendekante zum Reißen der
Perforation kommt).
- Es ist stets darauf zu achten, daß an den Trennpapierrändern
Perforationsstege und keine Schnitte liegen.

Führungslöcher

Werden Etiketten mit Führungslöchern an den Trennpapierrändern verarbeitet, müssen diese die hohen Präzisionsanforderungen erfüllen, die in DIN 9771 bzw. in ISO 2784 standardisiert sind. Die wichtigsten Präzisionsanforderungen sind:
- Führungslochdurchrnesser: 4 mm + 0,1 mm
- Abstand Lochmittellinie zur Bahnkante: 6 mm +- 0,7 mm
- Führungslochabstand 12,7 mm Abstandfehler < 0,05 min
- Abstandsfehler zur gemeinsamen Mittellinie: < 0, 1 mm
- Parallelitätsfehler der Mittellinien: < 0, 15 mm

Bahnführungen

Die Trennpapierbahn mit den Etiketten darf in den Führungen der Spendemaschine nicht klemmen. Andererseits dürfen die Führungen nicht zu weit eingestellt sein, um ein Verlaufen der Bahn auszuschließen. Richtig eingestellte Führungen werden enger, wenn sich Schmutzreste an den Begrenzungen absetzen. Damit verändert sich der Zug und das Spendeverhalten. Die Führungen müssen deshalb stets sauber gehalten werden.
Alle beweglichen Elemente der Bahnführungen müssen leichtgängig laufen, so dass eine gleichmäßige Bahnspannung aufrecht erhalten werden kann.

Nachträgliches Beschriften

Möglich ist die Ausstattung der Spendemaschine mit einem Eindruckgerät, mit dem Daten unmittelbar vor dem Spenden auf die Etiketten gedruckt werden können. Solche Daten könnten Batchnummern, Verfalldatum, Chargennummern usw. sein. Es können aber auch variable Daten sein. In diesem Fall ist das Eindruckgerät ein digital arbeitendes Druckgerät (z.B. Ink-Jet-Drucker, Thermotransferdrucker o.ä.), das mit einer EDV-Anlage verbunden ist und von dort gesteuert wird. Gespendet werden dann individuell beschriftete Etiketten. In bestimmten Fällen kann statt der Spendemaschine auch ein Roboterarm benutzt werden, um die individualisierten Etiketten auf die zugehörigen Teile zu applizieren.

Möglich ist auch die Integration ein eines oder mehrerer (in der Regel digitaler) Druckwerke, die meist unmittelbar nach der Abrollung angeordnet sind. Damit ist es möglich, neutrale Etiketten einzusetzen und sie unmittelbar vor dem Spendevorgang mit dem gewünschten Motiv zu bedrucken.

Die von den digitalen Drucksysteme benötigten Farbe, Thermotransferbänder oder Toner müssen sorgsam auf das Etikettenmaterial und die spätere Beanspruchung des Aufdrucks abgestimmt werden bzw. das Etikettenmaterial muss in dem jeweiligen Druckverfahren bedruckbar sein. Speziell sollte beachtet werden:
- Beim Thermotransferdruck stehen verschiedene Farbbandtypen zur Verfügung. Grundsätzlich unterscheidet man Wachsbänder, Kunstharzbänder und Kombinationen daraus, die sich jeweils in ihren Anforderungen an den Bedruckstoff unterscheiden.
- Beim Ink-Jet-Druck dürfen nur vom Gerätehersteller freigegebene
Farbsysteme verwendet werden. Nur dann ist die ordnungsgemäße
Funktionsweise des Druckers gewährleistet. Die Etiketten müssen für den
Ink-Jet-Druck geeignet sein.
- Beim Laserdruck und anderen elektrofotografischen Druckverfahren
dürfen nur vom Gerätehersteller freigegebene Toner verwendet werden. Die
Etiketten müssen so beschaffen sein, dass sie die thermische Belastung in
der Fixierstation aushalten und die sichere Fixierung des Toners zulassen.

Sonderkonstruktionen

Der Einbau einer Spendemaschine in eine Fertigungs- und/oder Verpackungsstrasse erfordert eine sehr detaillierte Systemanalyse und die Erstellung eines Pflichtenheftes, damit sichergestellt ist, dass alle Kundenwünsche berücksichtigt werden. Danach entscheidet es sich, ob alle Erfordernisse mit Standardbauteilen abgedeckt werden können oder ob auf Sonderkonstruktionen zurückgegriffen werden muss.


Richtlinien und Hinweise für das richtige Entfernen von
Etiketten

Das Entfernen von Etiketten von Gegenständen macht oft unerwartet große Mühe und verursacht oft irreversible Schäden an den Gegenständen. Deshalb werden im Folgenden zunächst Grundregeln angegeben, die oft schon zum Erfolg führen, wenn sie auch im Zweifelsfall viele - auch nicht erfolgreiche - Versuche bedingen.

1. Abziehen von Hand

Zuerst sollte immer versucht werden, das Etikett von Hand abzuziehen. Um das Einreißen des Etiketts zu vermeiden, muss man dabei mit höchster Vorsicht vorgehen. Zuerst wird versucht, das Etikett an einer Ecke oder einer Kante so weit abzuheben, dass es gegriffen werden kann. Gelingt dies, dann muss das Abziehen des Etiketts sehr langsam und sehr gleichmäßig erfolgen. Der Abzugswinkel sollte dabei etwa 90 º betragen, weil bei diesem Winkel die Abzugskräfte oft am geringsten sind.

2. Das Etikett lässt sich von Hand nicht abziehen

Wenn es trotz aller Vorsicht nicht möglich ist, das Etikett von Hand abzuziehen, dann benötigt man ein Hilfsmittel. Dieses hat in der Regel den Zweck, den Haftklebstoff zu erweichen, um dessen Haftkräfte zu reduzieren. Bei der Wahl der Hilfsmittel müssen die Art des Haftklebstoffs, aber auch die Beschaffenheit des Untergrundes beachtet werden.

2.1 Abziehen mit Wärmeunterstützung

Manche Etiketten lassen sich in der Wärme leichter abziehen als bei Normaltemperaturen. Man kann das Etikett vorsichtig mit Warmluft (z.B. mit einem Fön) erwärmen und versuchen dann es abzuziehen (vgl. Abschnitt 1).

2.2 Abziehen mit Unterstützung haushaltstypischer Lösemittel

Haushaltstypische Lösemittel sind Wasser, wässrige Tensidlösungen, aber auch Feuerzeugbenzin, Terpentinöl, Spiritus, so genannte Etikettenentferner usw.

Ziel ist es, mit diesen Lösemitteln den Haftklebstoff so weit zu erweichen, dass das Etikett dann von Hand entfernt werden kann (vgl. Abschnitt 1). Dazu muss das als geeignet erkannte Lösemittel ausreichend lange einwirken können. Um dies erkennen zu können, muss man stets die Verträglichkeit des etikettierten Gegenstandes mit dem Lösemittel prüfen (vgl. Abschnitt 3). In jedem Fall immer stets mit dem milden Lösemittel beginnen und bei dessen Versagen Schritt für Schritt die Aggressivität des Lösemittels steigern.

2.3 Abziehen mit Unterstützung nicht haushaltstypischer Lösemittel

Nicht haushaltstypische Lösemittel sind Säuren, Laugen oder andere spezielle Lösemittel und Lösemittelgemische.

Die Vorgehensweise entspricht der unter Abschnitt 2.2 beschriebenen, jedoch müssen die jeweiligen Sicherheitsvorschriften genau eingehalten werden.

3. Prüfung auf Verträglichkeit

Zur Prüfung sind Wattestäbchen gut geeignet. Sie werden in die gewählte Flüssigkeit eingetaucht und in Kontakt mit einer geeigneten Stelle des etikettierten Gegenstandes gebracht. Geeignet sind bei normalem Gebrauch nicht sichtbare Flächen. Wird die Kontaktstelle matt oder zeigt andere störende Reaktionen, dann ist die gewählte Flüssigkeit ungeeignet zum Entfernen der Etiketten. Es ist stets empfehlenswert, mit der mildesten Flüssigkeit zu beginnen und Schritt für Schritt die Aggressivität der Flüssigkeit zu steigern.